25
Mai
2016

Content is king, distribution is queen – and she wears the pants?

Wer möchte nicht, dass das aufwendig produzierte Video auch in dem Sinne ein Erfolg wird, dass es im Web vielfach geklickt, geteilt und gelikt wird?! Dies geschieht – entgegen der weitläufigen Meinung – selten zufällig. Vielmehr steckt präzise Planung („Seeding“) dahinter, denn die Konkurrenz schläft nicht. Allein bei YouTube werden jede Minute rund 300 Stunden Videomaterial hochgeladen!

Sie brauchen einen Plan
Natürlich gibt’s den Lucky Punch, aber der ist selten. Setzen Sie besser auf einen Distributionsplan, um das Potenzial von Bewegtbild auszuschöpfen. Dieses ist enorm: Jeden Monat werden bei YouTube 3,25 Mrd. Stunden an Videos gesehen. 4,38 Mio. Menschen haben – Stand Dezember 2015 – den Markenkanal RedBull abonniert. Millionen Menschen sind bei sozialen Netzwerken angemeldet; die meisten bei Spitzenreiter Facebook. Rund 1 Mrd. Menschen nutzen die Social Media-Plattform täglich. Jede Minute vergeben sie 4 Mio. Likes. Also, ran an den Speck!

Lernen Sie Ihre Zielgruppe kennen
Endlich. Alle Abnahmeschleifen sind gedreht. Er ist fertig: „Unser Film!“ Da will man ihn natürlich schnell online sehen und den Kollegen und Vorgesetzten den YouTube-Link voller Stolz präsentieren können. Es geht ja auch so herrlich einfach: Einmal Enter gedrückt und schwupp ist er online. Man könnte meinen zu schnell – da blieb keine Zeit zu planen! Im Ergebnis werden dann häufig Social-Media-Kanäle bedient, wie unternehmensspezifische YouTube-Kanäle oder Facebook-Seiten, bei denen überhaupt nicht klar ist, ob die gewünschte Zielgruppe sich dort aufhält. Besonders schade ist es, wenn sich die Videos eines Unternehmens dann innerhalb dieser Kanäle noch gegenseitig Konkurrenz machen und sich aus den Playlists verdrängen. Auch das Thema der mobilen Nutzung wird manchmal außer Acht gelassen. Ungünstig angesichts der mobilen Nutzungsdaten: 823 Mio. Menschen verwenden die mobile Anwendung von Facebook. 47% der User greifen sogar ausschließlich mobil auf die Plattform zu. Und: 85% schauen Videos ohne Ton! Die Investition in einen extra Schnitt mit ausgiebigen Texteinblendungen ist also durchaus lohnend.

Aber nicht nur das wo, sondern auch das wann ist entscheidend. Wann erreicht der Beitrag die Zielgruppe am besten: morgens, mittags, abends, an einem Montag oder besser Samstag? Bei Social-Media-Riese Facebook beispielsweise erhalten Posts, die am Donnerstag oder Freitag online gehen, das höchste Engagement. Finden Sie heraus, ob das auch für Ihre Zielgruppe gilt!

Achten Sie auch auf den Zeitplan innerhalb Ihres Unternehmens: Besteht die Gefahr, dass der emotionale Beitrag zu einem CSR-Thema bereits am nächsten Tag durch eine aktuelle Event-Berichterstattung verdrängt wird? Oder bietet sich zum Beispiel eine serielle Veröffentlichung an, um die Zuschauer über eine längere Zeit zu binden?

Fazit
Das Projekt „Film“ ist nicht abgeschlossen, wenn Letzterer erstmal abgenommen ist. Denken Sie von Anfang an weiter und investieren Sie bereits während des Projektes rund 20% der Zeit in das Planen der Distribution. So halten Sie sich alle Möglichkeiten in der Distribution offen und können die gewünschten Ergebnisse sicher erreichen. Produktionsplan und Distributionsplan sollten immer gleichzeitig und nicht nacheinander gedacht werden.

Sie sehen, gut geplant ist halb gewonnen!

(Quellen: brandwatch.com, digiday.com, smartinsights.com)