31
Aug
2016

The Story Behind – Arbeiten bei Bavaria Film Interactive: Mehr als „Irgendetwas mit Medien“!

Viele träumen von einem Job in der Filmbranche. Aber gilt das auch für den Bereich „Corporate Video“? Ein Gespräch mit Lars Reckmann, Geschäftsführer von Bavaria Film Interactive, über den Job mit bewegten Bildern, was man mitbringen sollte, was das Unternehmen als Arbeitgeber so besonders macht und warum guter Kaffee im Büro nie gut genug sein kann.

Mitarbeiter Bavaria Film Interactive

Mitarbeiter von Bavaria Film Interactive bei Dreharbeiten

Was begeistert Sie am Thema „Corporate Video“?

Reckmann: Wir verpacken Unternehmensbotschaften in bewegte Bilder. Um das richtig gut zu machen, setzen wir uns intensiv mit den Firmen auseinander. Nur wenn wir die Produkte und Dienstleistungen verstehen, können wir eine wirksame Bewegtbild-Strategie entwickeln und diese erfolgreich mit und für den Kunden umsetzen. Diese stark inhaltliche Arbeit und Kunden über einen langen Zeitraum zu begleiten begeistern mich.

Es gibt Praktiken im Umgang mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in der Filmbranche – auch im Bereich Corporate Video – weit verbreitet sind. Dazu gehören Hire & Fire und der Einsatz von Praktikanten* statt Profis. Gilt das auch für Bavaria Film Interactive?

Reckmann: Nein, weder das eine noch das andere. Wir betreuen vor allem kundeneigene Formate wie Volkswagen TV und SAP TV. Da können wir es uns nicht leisten, kurzfristig zu denken und zu planen. Für solche Formate entwickeln und produzieren bei uns feste Projektteams regelmäßig und über Jahre hinweg Inhalte. Dieses kundenspezifische Know-how, das sie im Laufe der Zeit aufbauen, wollen wir im Unternehmen halten, um dauerhaft – und natürlich effizient – einen guten Job für die Kunden zu machen.

Entgegen dem Branchentrend beschäftigen wir auch sehr viel mehr Profis als Praktikanten. Praktikanten sind Lernende. Sie haben das Recht angeleitet statt mit Verantwortung überfordert zu werden. Auch einige unserer Profis haben früher einmal ein Praktikum bei Bavaria Film Interactive absolviert. Wichtig ist uns, dass es einen klaren Cut und Neuanfang gibt. In Bezug auf Jobinhalte, Verantwortung und natürlich Vergütung.

Gibt es so etwas wie einen klassischen Lebenslauf, um in der Corporate-Film-Branche Fuß zu fassen?

Reckmann: Nein. Aber es gibt Dinge, durch die sich Bewerber besonders empfehlen. Diese betreffen oftmals  weniger ihre Ausbildung als vielmehr ihre Persönlichkeit und ihre Hobbies bzw. sonstigen Interessen. Gut ist, wenn sich die Bewerber auch außerhalb ihres Jobs für digitale Medien und Unternehmenskommunikation im Social Media Zeitalter interessieren.

Mitarbeiter Bavaria Film Interactive

Mitarbeiter von Bavaria Film Interactive bei Dreharbeiten

Welche Mitarbeiter suchen Sie bei Bavaria Film Interactive?

Reckmann: Wir sind immer auf der Suche nach Redakteuren, Producern und Motion Graphics Artists. Wenn diese Vorkenntnisse in einem Bereich wie Automobil, Kommunikation oder Didaktik mitbringen, umso besser!

 Welche Eigenschaften suchen Sie bei einem Bewerber?

Reckmann: Begeisterungsfähigkeit! Ich will sehen, dass mein Gegenüber für den Job brennt und sich in die Themen der Kunden reinarbeiten möchte. Wenn ich merke, dass er oder sie die „Story Behind“ erfasst oder Interesse an Corporate Culture hat, ist mir das wichtiger, als dass sie oder er bereits das klassische Filmhandwerk beherrscht.

Wir suchen Menschen, die sich für Themen begeistern lassen und kreative, ansprechende Wege finden, diese ins bewegte Bild umzusetzen. Daher sollten potenzielle Mitarbeiter auf jeden Fall gerne inhaltlich arbeiten.

Bavaria Film Interactive gehört zur Bavaria Film Gruppe und damit zu einem der größten deutschen Filmstudios. Arbeiten Sie bei der Aus- und Weiterbildung des Filmnachwuchses zusammen?

Reckmann: Ja und zwar sehr intensiv! Die Ausbildung erfolgt in den einzelnen Gesellschaften der Gruppe. Je nach Ausbildungsberuf – z. B. Mediengestalter – verbringen die Azubis auch einige Zeit bei uns. Und weil wir gute Leute ungern wieder ziehen lassen, übernehmen wir häufig die erfolgreichen Absolventen. Letztes Jahr haben wir allein 4 „frische“ Mediengestalter eingestellt, die ihre Ausbildung bei der Group absolviert hatten. Diese arbeiten bei uns z. B. als Motion Graphics Artists.

Mitarbeiter Bavaria Film Interactive

Mitarbeiter im Post-Production-Bereich bei Bavaria Film Interactive

Haben sich klassische Ausbildungsberufe in der Filmbranche, wie z. B. Mediengestalter, in den letzten Jahren verändert?

Reckmann: Ja! Immer seltener werden komplexe Prozesse mit Realbild dargestellt, sondern am Computer visualisiert. Und so ist z. B. der Ausbildungsberuf des Mediengestalters viel digitaler geworden. Themen wie Animation, Computergrafik und 3D nehmen heute viel Raum in der Ausbildung ein. Diese Entwicklung hin zu Grafik und Digitaltechnik wird in den Ausbildungsberufen sichtbar, aber auch in unserer Mitarbeiterstruktur. Der Anteil an Grafik-Fachleuten ist überproportional gewachsen. Hier haben wir neben den Fachredakteuren den größten Bedarf.

Wie gehen Sie bei der Mitarbeiter-Suche vor?

Reckmann: Mit sehr konkreten Stellenbeschreibungen. Wir suchen z. B. nie allgemein einen Redakteur oder Motion Graphics Artist, sondern immer im Hinblick auf einen bestimmten Kunden. Die Anforderungen sind je nach Kundenprojekt einfach zu unterschiedlich. Bei Volkswagen TV brauchen wir technische Redakteure mit Mechatronik-Background. Und die Motion Graphics Artists müssen entsprechend technische Erklärstücke und Computergrafiken umsetzen können.

Für unser SAP TV-Team hingegen ist es zwingend, dass die Redakteure sehr gutes Englisch sprechen, um sich mit Themeneignern weltweit auszutauschen. Und natürlich sollten sie mit Begriffen wie Cloud Computing und Software etwas anfangen können.

Die Producer/Produktionsleiter hingegen müssen unabhängig vom Kunden in der Lage sein, eine Produktion von A-Z kaufmännisch zu betreuen. In allen strategischen und operativen Belangen sind diese zentraler Ansprechpartner des Kunden und steuern eigenverantwortlich die Budgets.

Mitarbeiter Bavaria Film Interactive

Mitarbeiter von Bavaria Film Interactive bei Dreharbeiten

Welche Aufstiegsmöglichkeiten haben Mitarbeiter bei Ihnen? Was tun Sie in Sachen Mitarbeiterförderung?

Reckmann: Alle unsere Projekt- und Abteilungsleiter haben als „einfache“ Redakteure, Cutter, Aufnahmeleiter o. ä. angefangen. Wer sich durch gute Arbeit und ein Händchen im Umgang mit den Kunden bewährt, hat bei uns viele Möglichkeiten. Diese Weiterentwicklung unterstützen wir durch gezielte Maßnahmen wie Seminare und Coachings. Aber auch hier erwarten wir Eigeninitiative.

Bavaria Film Interactive ist ein attraktiver Arbeitgeber, weil…

Reckmann:

… das Betriebsklima prächtig ist. Langfristig gut zusammenarbeiten und weiterhin gerne zur Arbeit kommen – das ist das Ziel. Dafür wählen wir Kollegen sehr sorgsam aus und tolerieren Ego-Gehabe nur in homöopathischen Dosen.

… unsere Mitarbeiter viele Freiheiten genießen. Die Kollegen sind sehr frei darin, wie sie ihren Job und beruflichen Alltag gestalten. Sie entscheiden z. B. selbst, ob sie an einem Tag mal lieber zu Hause oder im Büro arbeiten. Wichtig ist , dass Aufgaben so erledigt werden, dass die Arbeitsabläufe anderer Kollegen nicht behindert werden.

… man bei uns moderne und zukunftsfähige Lösungen entwickelt. Durch die Kombination von Medienproduktion und Mediendistribution bietet die Bavaria Film Interactive moderne Kommunikationslösungen an, die auch in Zukunft  stark nachgefragt sein werden.

… es bei uns guten Espresso gibt. Zugegeben, guter Kaffee im Büro ist nicht so wichtig wie ein freundliches Betriebsklima. Aber warum sich nur mit einem zufrieden geben?

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Unsere „Rocket“ aus Milano macht den besten Kaffee auf dem Bavaria-Campus: Morgenmuffel-Mittagstief-Müdigkeits-Austreiber. We love it!

*Hinweis: Bei allen Bezeichnungen, die auf Personen bezogen sind, meinen wir mit der gewählten Formulierung stets beide Geschlechter, auch wenn aus Gründen der leichteren Lesbarkeit meist die männliche Form steht.