30
Mai
2017

Sag’s mit Cartoons

Mark, ein lustiger Kerl mit Fönfrisur und Turnschuhen, erklärt dem interessierten Zuschauer das Thema „Sichere Serveranbindung“. Wofür ich mindestens 5 Minuten bräuchte, das schafft er in 20 Sekunden. Wie das geht? Mark ist der Protagonist in einem gezeichneten Erklärvideo (Character-Animation).

Wer einen animierten Erklärfilm plant, braucht einen Charakter wie Mark: Einen, der zum Unternehmen passt, über eine bestimmte Tiefe verfügt, exklusiv und langfristig für das Unternehmen nutzbar ist.

Character Animation Bavaria Film Interactive

Mark erklärt unseren Zuschauern komplexe Themen*

Geklonte Charaktere überschwemmen das Netz
Viele der gezeichneten Erklärfilme, die derzeit das Netz überfluten, haben eines gemeinsam: eine frappierende Ähnlichkeit ihrer Protagonisten. Diese kommt nicht von ungefähr. Es sind Klone! Die preisgünstig produzierten Filme haben nämlich einen Haken: Die Charaktere werden von der Produktionsfirma mehrfach verwendet. CI und CD des Kunden oder Individualität im Design und in der Animation sucht man hier vergeblich. Schade, denn dadurch sehen alle Videos irgendwie gleich aus und verkommen zum Mainstream. Auch sind die Charaktere nicht animiert, sondern lediglich ins Bild geschoben. Einer der größten Nachteile dieser Klone besteht jedoch darin, dass sie weit weniger Emotionen vermitteln. Schließlich können sie selbst keinerlei Gefühle ausdrücken.

Gutes Character-Design macht Figuren einzigartig
Ein Character-Designer ist spezialisiert darauf, Charaktere zu entwickeln, die individuell auf den Kunden zugeschnitten sind. Diese zeichnet er in charakteristischen Schlüsselpositionen. So können sie später in allen benötigten Ansichten animiert werden. Sie sind individuell wie wir Menschen und auch deswegen sympathisch.

Character Animation Bavaria Film Interactive

Character Design: Sketch Mark – die Geburtsstunde von Mark*

Character-Animation ist aufwendig und Sie werden gleich verstehen, warum.
Nicht nur der passende Charakter muss entwickelt und so designed werden, dass er Jahre überdauert. Auch das komplette Bühnenbild wird gezeichnet. Anschließend verpasst der Grafiker dem Charakter oder dem zu animierenden Gegenstand „Gelenke“. Im Fachjargon heißt das „Rigging“ und wird mit einer Software (z. B. Adobe After Effects) umgesetzt. So kann der Motion Graphics Artist später einzelne Gliedmaßen/Teile animieren. Von der Entstehung der Grafiken bis zur Fertigstellung erfolgen immer wieder Zwischenabnahmen. Denn Änderungen können gigantischen Mehraufwand bedeuten.

Mit Character-Animation komplexe Sachverhalte einfach darstellen
Wenn das Realbild nicht mehr ausreicht, um Sachverhalte darzustellen, kann Character-Animation hilfreich sein. Komplexe Vorgänge werden auf das Wesentliche reduziert und vereinfacht dargeboten. So wandelt sich z. B. ein Server mit seinen zahlreichen Anschlüssen, Kabeln und Knöpfen zu einem Icon 1, das nun mit Icon 2, einem schlicht gezeichneten PC verbunden wird. Zum besseren Verständnis stehen zusätzlich zu Bild/Animation noch Sprache und Text zur Verfügung.

Lustiges wird erinnert, geteilt und „gelikt“
Animationen erwecken unwirkliche Gegenstände oder Figuren zum Leben. Und das ist meistens vor allem eins: lustig! Lustig ist gut. Zum einen erinnern wir uns leichter an Dinge, die wir lustig fanden. Zum anderen teilen wir sie gerne mit Kollegen und Freunden. Im Zeitalter von „Share“ und „Like“ kann ein Video (und sein Absender) in den Social Media-Kanälen für Aufsehen sorgen.

Character Animation Bavaria Film Interactive

Mit Character-Animation komplexe Sachverhalte einfach darstellen*

Mit Character-Animation komplexe Sachverhalte einfach darstellen
Dank YouTube & Co. haben wir uns daran gewöhnt, Wissen leicht verdaulich serviert zu bekommen. Schon das Lesen einer DIN A4-Seite fällt uns häufig erschreckend schwer. Außerdem fehlen die Emotionen. Emotionen, die ein Charakter bereits beim ersten Anblick aufbauen kann. Sie helfen, die Informationen zu behalten. Je mehr Sinne gleichzeitig angesprochen werden, desto intensiver und persönlicher wird ein Erlebnis empfunden – und bleibt in Erinnerung.

Unternehmenskommunikation mit Character-Animation pushen
Ob die Erklärung hochtechnischer Produkte, Erläuterungen zum Recruiting-Prozess oder der Newsletter – es gibt viele Anwendungsfälle für Character-Animation in der externen und internen Unternehmenskommunikation. Wichtig ist, Charaktere und das ganze Setting passen zur Firma und zu CI/CD: flippiger Künstlertyp oder gestandener Manager, grelle oder reduzierte Farben, flapsige oder förmliche Tonalität. Es gibt zahlreiche Stellschrauben, an denen man drehen kann.

Fazit
Es lohnt sich für jedes Unternehmen darüber nachzudenken, inwieweit mit Character-Animation die interne und externe Kommunikation unterstützt werden kann. Dabei müssen Charaktere und das ganze Setting zur Firma und zu CI/CD passen.

Natürlich ersetzt Character-Animation nicht das Realbild. Wenn Sie z. B. Mitarbeiter vorstellen und echte Emotionen zeigen wollen, brauchen Sie das „echte Bild“. Auch ein neues Fahrzeugmodell in Form einer Character-Animation zu präsentieren, macht wenig Sinn. Wir beraten Sie gerne, ob gezeichnetes oder reales Bild für Ihre Zielsetzung passender ist.

*Character Design: Stephan Meyer-Metelmann, Grafik: Julia Ferstl