28
Feb
2018

Cartoon-Animation vs. Realbild: Wissen, um zu entscheiden

Komplexe Sachverhalte einfach darstellen. Trockene Informationen gut vermitteln. Wer will das nicht? Dröge kann jeder – vor allem bei Erklärvideos! Doch die Entscheidung, Cartoon oder Realbild, will wohl überlegt sein.

Animation sieht auf den ersten Blick immer schick aus. Doch schnell wird auch der damit verbundene Aufwand sichtbar: Nicht nur der passende Charakter/die passende Figur muss entwickelt und so designed werden, dass er/sie Jahre überdauert. Auch das komplette Bühnenbild wird gezeichnet. Ungünstig, wenn Sie viele Gegenstände benötigen, um einen Prozess zu erklären. Beim Realbild hingegen ist das Bühnenbild schon vorhanden. Der Moderator schlüpft ins Bild, agiert mit Objekten und erklärt Prozesse. Fertig!? Fast. Es kann schon mal eine Weile dauern, bis der Satz so gesagt wird, wie er soll und die Bewegungen dazu stimmig sind. Auch das teure Equipment kann den Preis nach oben treiben.

Die Grenzen von Realbild

Bei komplexen Sachverhalten stoßen Sie mit Realbild an die Grenzen. Manches ist vielleicht mit dem bloßen Auge nicht einmal erkennbar, anderes einfach zu kompliziert. Solche Vorgänge machen Sie mit Cartoon-Animation sichtbar – und verständlich.

Mut zur Lücke! Durch das bewusste Weglassen irrelevanter Informationen wird der Zuschauer nur mit den Inhalten konfrontiert, die er fürs Verstehen braucht. Umgekehrt macht Weglassen natürlich keinen Sinn, wenn die Detailinformationen entscheidend sind. Zum Beispiel bei der Präsentation eines neuen Autos darf nichts verloren gehen! Hier drängt sich das Realbild auf, das es dem Zuschauer ermöglicht, das Objekt in all seinen Facetten und mit all seinen Informationen wahrzunehmen.

Was nicht gedreht wurde, gibt’s nicht

Ein gewichtiges Argument für Cartoon-Animation ist, dass die „Protagonisten“ immer verfügbar sind. Fehlende Szenen können jederzeit ergänzt oder korrigiert werden. Aber Vorsicht: Das kann sehr mühsam und damit teuer werden.

Beim Realbild hingegen gilt: Was nicht gedreht wurde, gibt’s nicht. Entweder muss ein Nachdreh stattfinden (teuer!!) oder die Szene entfällt. Auch Korrekturen sind im Nachgang nahezu unmöglich.

Echte Emotionen brauchen echte Bilder

Charakter-Animation ersetzt nicht das Realbild. Wenn Sie echte Emotionen zeigen wollen, brauchen Sie das „echte Bild“. Ein Mensch kann in kurzer Zeit jegliche Art von Gefühlen vermitteln und zu einer Identifikationsfigur des Unternehmens werden. Einem Charakter hingegen gelingt das nicht so leicht.

Sie sehen, beide Videotypen haben Vor- und Nachteile. Wägen Sie sorgsam ab, wie Sie Ihren Content am besten transportieren. Sie können sich nicht entscheiden? Denken Sie doch mal über eine Kombination von Realbild und Cartoon nach!