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16
Nov
2011

Nachtrag: Bewegtbild Konferenz

Hier, wie versprochen, das Follow-up zu meiner Teilnahme als Panelist auf der Bewegtbild Konferenz des BVDW. Mein Thema war „Creative Efficiency“ im Bereich des Brandend Entertainment.

WV30 Branchenexperten der digitalen Wirtschaft diskutierten in Berlin über ihre Erfolgsstrategien und Trends im Bewegtbildmarkt. Für den Begriff „Bewegtbild“ hatte sich der Veranstalter bewusst entschieden, um die verschiedenen Facetten deutlich zu machen – von Pre-Roll-Werbung über Branded Entertainment bis hin zu Web-TV. Das Panel war interessant und bunt gemischt besetzt – siehe Programm – daher kamen gerade bei der Definition „was ist eigentlich Branded Entertainment“ Unterschiede zu Tage, die allesamt aufzeigten: Dies ist ein weites Feld und je nach Kundenprojekt sowie medialer Plattform erscheint es in anderem Gewand.
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18
Okt
2011

Von der Macht der Nachfrage und dem Verfall der guten Sitten

Werbe- und PR-Agenturen stimmen schon länger ein Klagelied an. Es handelt von zermürbenden Vorkommnissen im Zusammenhang mit Ausschreibungen und Agentur-Pitches. Und vom enormen Zeit-, Kosten- und Ideeneinsatz zu Lasten des Bewerbers.

Als Agentur für Filmproduktionen können wir leider nicht selten in den Kanon mit einstimmen. Die Liste der geforderten Standard-Angaben wird immer länger und steht in keinem Bezug zur angefragten Leistung. Um überhaupt zu einem Pitch zugelassen zu werden, müssen wir die Hosen bis über die Schamgrenze hinaus runterlassen – egal ob es die „schnelle, kleine mit geringem Etat und heißer Nadel gestrickte“ Videoproduktion sein soll, oder der Aufbau des unternehmenseigenen Web-TV-Senders.

Auch wenn eine Anfrage nur dem berüchtigten noch fehlenden „dritten Angebot“ dient – die Frage nach einer schriftlich abzugebenden Idee ist immer dabei, frei nach den Motto: „Fragen kostet nichts“! Dabei sein ist alles, das ist mir natürlich klar und wer kann sich schon erlauben, kein Angebot abzugeben?
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08
Sep
2011

I like: Bewegtbildkonferenz in Berlin

Bewegtbild-im-Netz-2011

Markenkommunikation im Web – inzwischen gelebte Schlagworte.  Laut aktueller  W3B-Studie weist auch die Kerngruppe »Fans« und »Follower« mittlerweile eine beachtliche Größe auf: 46 % der Social Networker geben an, sich schon als »Fans« bzw. »Follower« von Marken, Produkten oder Unternehmen eingetragen zu haben.

Auf der Bewegtbild im Web-Konferenz diskutieren Branchenexperten und internationale Keynote-Speaker über das Innovationspotenzial von Bewegtbild-Inhalten, Social Media als Treiber für Online-Videos und Video-Advertising als neue Grundfeste der werbungtreibenden Unternehmen. Gemeinsam mit Referenten der digitalen Wirtschaft analysieren Experten führender Medienhäuser die Zukunft der Markenkommunikation in einer sich verändernden Medienlandschaft.
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31
Aug
2011

Heute schon einen Blog gelesen?

BLOGs_weltweitAsien ist wohl der beste Markt für Blogs und damit wohl auch für Blogger, dass zumindest stellt  ComScore fest.

Nicht zu unrecht fragt der momentan einzige Kommentar von Arnab Sen, wie man so eine Datenerhebung überhaupt lesen soll? Denn: Statistiken sind ja immer nur so gut, wie derjenige, der sie aufstellt. Von Langzeiterhebung kann hier keine Rede sein: Zeitraum der Datensammlung war Juni 2011.

Übrigens: auch im ibusiness nachzulesen.

Aber trotzdem, der Trend ist da: angeblich soll ein Japaner mehr als 62 Minuten pro Monat damit verbringen Blogs zu lesen oder zu schreiben.  Ist ja kein Wunder – auf der anderen Seite der Weltkugel laufen 22% aller neuen US domains mit einer wordpress-installation – unser Corporate Video Journal übrigens auch.

Also, wenn Sie auch ein gutes Stündchen übrig haben und nicht wissen, welche Blogs Sie lesen sollten…? Na, ich würde mich freuen, wenn Sie einen Anteil an diesen 60 Minuten in unserem Blog verbringen.

18
Aug
2011

Update: Sie finden mich…

Ich hatte mich ja Ende Juli in unserem Corporate Video Journal mit dem Thema Präsenz im Social Web beschäftigt.

Mein Fazit von damals:  ein kleiner persönlicher Rückzug aus der „ich bin überall zu finden“- Haltung; hin zur beruflichen Variante: für Unternehmen macht Facebook durchaus Sinn.

budweiser-facebookUnd siehe da:

Facebook wird immer mehr ein Tummelplatz für Unterhaltung:  das erste Fußballspiel (Quelle: Focus Online) wird im Livestream übertragen. Wer machts möglich? Ein Sponsor – ein Unternehmen – eine starke Marke. Branded Entertainment eben.

Ich bin ehrlich gespannt, wie das nun von den Usern angenommen wird. Fußball ist für mich selbst kein Thema. Schon gar nicht am PC. Aber ich gehöre sicher nicht zur geplanten Zielgruppe dieses Live-Streams.

28
Jul
2011

Sie finden mich…

…aber nur, wenn Sie dort auch sind/ sein müssen und wollen.

socialmediaiconsJetzt käme zu meiner Facebook-, Linkedin- , Twitter- , Foursqare- und Xing-Präsenz also noch Google+ hinzu. Einen RSS Feed könnte ich  ebenfalls regelmäßig befüllen. Ja, ich weiß: selbst schuld, kann mich online nicht mehr „verstecken“ oder unauffindbar sein.  Einmal den öffentlichen Weg der digitalen Präsenz eingeschlagen, wird der anfängliche Feldweg schnell zur 6-spurigen Autobahn. Und jetzt MUSS ich weiter machen? Darf nicht genervt sein von der mir selbst eingebrockten „ich-mach-überall-mit“-WEBisierung. Aber was für mich persönlich und im Privatleben gilt, ist nicht auf die Kommunikation von Unternehmen zu übertragen.

Social & Mobile Media vorne, oben, unten, einfach überall. Nur nicht hinten. Denn die zurückgebliebenen, die belächelten, das sind die Social & Mobile Media-Verweigerer. Schlimmer noch: Loser, Ewig-Gestrige. Von ihnen distanziert sich, wer als fortschrittlich angesehen werden will, aufs schärfste. Jawoll.
Jenseits der Hypes und Ideologien ist aber doch eines Tatsache: Social & Mobile Media sind da und werden genutzt. Weltweit, immer mehr. So wie Weihnachten da ist und mehr oder weniger gefeiert wird…Weiterlesen …

14
Jul
2011

Wenn Kunden mit Video Marke machen.

florian-juni-11shutterstock_71065159-300x267Manchmal trifft man auf Meinungen und Darstellungen in anderen Blogs, die einem selbst besser zu formulieren nicht gelungen wären und die vor allem die eigene Gemütslage treffend beschreiben. Die Produktion von Corporate Videos ist schon lange nicht mehr nur fürs Intranet der Unternehmen konzipiert. Mit dem bewegten Bild werden Emotionen transportiert, die die Marke positiv (aber auch negativ) aufladen können.

Der one-way-Ansatz: ich Unternehmensfilm, Du feedbackloser Zuschauer funktioniert im Web 2.0 eben auch nur noch bedingt – bzw. je Branche gar nicht mehr.
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12
Jul
2011

Die Kaffeetasse lebt.

Continuity… Da trinkt doch ein Hauptdarsteller Kaffee im Film – steht im Skript. Er holt sich die Tasse, geht dabei aus dem Bild, kommt mit Kaffeetasse wieder rein. Er setzt sich hin und nimmt ein Schlückchen.

Der Kameramann dreht diese Szene in drei verschiedenen Einstellungen:

KaffeetasseTotale: wir sehen das ganze Zimmer mit Sofa, Tisch und Person. Die Kaffeetasse ist sehr klein zu sehen. Dann springen wir näher an die Situation heran. Nun sehen wir nur noch das Sofa und den Hauptdarsteller, die Kaffeetasse ist gut zu erkennen. Ganz am Schluss drehen wir das ganze Close, heißt, wir sind sehr nah dran, sehen nur noch den Hauptdarsteller bis zur Brust, besagte Kaffeetasse schön groß im Bild.

Auf vieles wurde geachtet, wie z.B. warmes Licht. Die Szene spielt angeblich um 16 Uhr, dabei drehten wir um 10 Uhr morgens. Keiner der Filmcrewmitglieder warf Schatten trotz der vielen Scheinwerfer. Der Original-Ton war auch gut und die Mimik des Darstellers in allen drei Einstellungen ähnlich passend.

Und doch stolperten wir dann über die wichtigen Kleinigkeiten am Set, die aber auch einen Film prägen. Weiterlesen …

28
Jun
2011

Setfotografie: The Producer’s Best Friend!

Standbilder sind wichtig. So lassen wir möglichst jedes größere Filmprojekt von einem Set-Fotografen dokumentieren. Der hierfür nötige Aufwand macht sich bezahlt: Meist liegt es auch an den Making-Of-Fotos, dass ein Auftraggeber/Kunde ein Projekt in guter Erinnerung behält.

Das Endprodukt (der Film / das Video) steht zwar immer im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit,  dennoch vermögen Schnappschüsse am Rande der Dreharbeiten die Situation beim Dreh auf ganz besondere Art festzuhalten.
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15
Jun
2011

Polar-Produktion: Tageslicht ist kostbar!

Exotische Drehorte sind einer der interessanten Vorteile, wenn man den Kunden überzeugt hat, genau dort einen Film zu produzieren. Aber nicht „weil’s schee“ macht, sondern weil sonst die geplante Story einfach nicht funktionieren würde. Für unser Projekt bedeutete dies: was tun, wenn massenhaft Schnee her muss, mitten im verregneten, grauen bayerischen November?

Mögliche Lösung, die auch ab und zu mal funktioniert: Im Studio nebenan schnell eine weihnachtliche, mit Schnee überzuckerte Landschaft erschaffen! Das ist nicht unmöglich, aber in diesem Fall unmöglich teuer.

Da war es einfacher, praktischer und tatsächlich kostengünstiger im November nach Lappland zu fliegen. Direktflug gab es nicht: München-Helsinki, am Airport übernachten, am nächsten Tag gings weiter in den Norden Finnlands. Wirklich weit, weit oben – Murmansk ist sozusagen, nachbarschaftlich gesehen, gleich nebenan.
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