Kategorie: Videotechnik

25
Jan
2012

Hi-Speed und Low Cost: die Olympus i-SPEED PL

i-Speed-PL-Shot-1_03Im Januar lud der Kameraspezialist pure4c bei München zu einer Produktpräsentation eines Herstellers ein, mit dem Film- und Videoprofis bisher eher selten zu tun gehabt haben dürften: Olympus. Die vor allem für Fotokameras bekannte Marke stellte eine neue Hi-Speed-Kamera namens i-SPEED PL vor.

Olympus ist in Wahrheit nur zum kleinen Teil ein Hersteller von Consumer-Kameras. Der Schwerpunkt liegt auf der Medizin-Technik (Endoskope, Mikroskope) und Industrie-Prüfgeräten.

Aus letzterer Division entstammen die Hi-Speed-Kameras für die Industrie, und daraus wiederum nun die Variante für die Film- und Videowelt.

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10
Jan
2012

Die Video-Qualitäten der neuen Nikon D4: Willkommen beim Film?

D4_VideoWir können es kaum erwarten, die Video-Tauglichkeit der am 5. Januar angekündigten Nikon D4 zu testen. Spannend wird’s insbesondere beim angeblich „unkomprimierten Videosignal“ am HDMI-Ausgang: Können wir 10bit Farbtiefe bei einem Color-Subsampling von mindestens 4:2:2 erwarten? Wie steht’s um die Moiré-Anfälligkeit beim Filmen von Rastern und Mustern? (Hierfür ist die Canon EOS 5D Mark II berüchtigt!). Ist der interne Bildprozessor so leistungsfähig und konfigurierbar, dass man gleich die H.264 *.mov Datei verwenden kann? Das wäre für einen schnellen Workflow ein Segen! Wie schlägt sich die Blendensteuerung bei laufender Kamera?Weiterlesen …

04
Aug
2011

Apple: Der stille Abschied vom Profi-Sektor

klapprechnerSchön war die Zeit, als Apple sich noch um Medienprofis bemühte. Entwickler aus dem fernen Cupertino suchten die Nähe zu uns Medienmachern und vermochten durch den erfolgreich geführten Dialog bahnbrechende Software zu entwickeln. Lösungen wie z.B. die Compositing-Software Shake oder die Videoschnitt-Software Final Cut Pro (FCP), die von der Branche begeistert aufgegriffen wurden. Platzhirsche wie der Avid Media Composer wurden so von den Spitzenplätzen unter den NLE-Lösungen verdrängt. Der anstrengende und teure Austausch mit den Medienprofis hat sich für Apple mehr als nur gelohnt: Die Allianz mit uns Medienmachern war entscheidend für den erfolgreichen Aufbau von Apples Markenimage. Weiterlesen …

20
Jun
2011

Aber bitte mit xSAN!

„Der Schnitt ist die zweite Geburt des Filmes“, ist eine alte Weisheit der Filmemacher.

Heute nimmt er nicht nur bei Corporate Video einen immer wichtigeren Platz beim Filmemachen ein: Der moderne, computergestützte Schneideraum ist oft Kopierwerk, Überspielservice, Schnitt- und Tonstudio in einem.

Denn wir müssen im Schnitt immer flexibler werden, was die Technik angeht. Konnte man sich früher auf ein Format, nämlich DigiBeta und Betacam SP, einschießen, so tut sich heute ein bunter Strauß an Formaten und Datenträgern auf: XDCAM HD auf Discs und SxS-Karten, MOV-Filme auf CF-Karten, AVCHD und Vieles mehr auf SD-Karten, tragbaren Festplatten und, und, und…

Letztendlich landet alles auf unseren Schnittrechnern. In der Vergangenheit waren diese im Grunde Einzelplatz-Systeme: Je ein Mac-Rechner mit einem Festplatten-Array. Schön groß sollten dieser Plattenspeicher sein, denn wir drehen für unsere Kunden nicht nur viel Material, sondern müssen es auch lange aufbewahren. Hier greift nämlich Murphys Gesetz über Corporate Video: Ein Corporate-Video-Projekt hat niemals „final“ Status!

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15
Jun
2011

Flip Cam und Co: Mini Camcorder bereichern Unternehmensfilme.

Man könnte diesen Aflip-ultra-hdrtikel auch „The Rise and Fall of the Flip Cam“ betiteln. Denn ähnlich schnell, wie sich Cisco im Frühjahr diesen Jahres von seiner erst vor zwei Jahren (für viel Geld) erworbenen Kamerasparte verabschiedete, setzt sich bei Unternehmen die Erkenntnis durch, dass Consumer-(HD!)-Videorecorder im Unternehmensumfeld nur sehr spezielles – und damit nur zum Teil geeignetes – Material liefern können:

Die Stärke dieser kleinen Wundergeräte liegt aus meiner Sicht einzig in der Tatsache begründet, dass man quasi unbemerkt damit schießen kann. Aktuelle Ereignisse spontan aus der Mitte des Geschehens festzuhalten: das ist die Domäne von Flip Cam und Konsorten. Der gezielte Einsatz dergestalt eingefangenen Bild- und Tonmaterials als Bestandteil eines Corporate Videos schafft Authentizität und Glaubwürdigkeit.

Flip Cam, iPhone und Co. eignen sich also durchaus für den Einsatz im Corporate-Video-Umfeld – als Quellen für Teilstücke eines Unternehmensfilms, niemals aber als alleiniges Produktionsequipment. Denn die Abstriche an Bild- und Tonqualität bei Verwendung dieser Kameras sind massiv: Bedingt durch den fehlenden Bildstabilisator, das geringe Eigengewicht und den Verzicht eines Statives (bei dem der Stativkopf dreimal größer wäre als die eigentliche Kamera!) sind längere wackelfreie Takes unmöglich. Ein weiterer großer Nachteil: Die eingebauten Mikrofone taugen nicht für Interviews, Anschlussmöglichkeiten für professionelle Mikros gibt es in der Regel nicht.

Sobald man aber mit Stativ oder irgendwie doch mit externem Mikro arbeitet (und das tut man immer, wenn man professionelle Ergebnisse benötigt) sind die Vorteile von Flip und Co wieder dahin: Man kann nicht mehr unbemerkt und mittendrin filmen.

Mini Camcorder ergänzen die Möglichkeiten, emotionales, authentisches und vor allem spontan gedrehtes Videomaterial herzustellen auf einzigartige Weise. Zum kompletten Ersatz professioneller Video-Teams taugen die Minikameras allerdings nicht.