Tag: CMCX

02
Mrz
2016

Viel Lärm um nichts – Ein Besuch auf der CMCX in München

Ob es an der flächendeckenden Werbung in München, am omnipräsenten Marketing im Web („Europas vermeintlich größtes Content-Marketing Event“) oder am aktuellen Hype um das Thema Content lag – meine Erwartungen an die
Content-Marketing Conference & Exposition (CMCX) waren hoch. Zu hoch, wie sich herausstellte.

Bewegt von der Frage, wie Videos in der Unternehmenskommunikation gewinnbringend eingesetzt werden können, suchte ich auf der CMCX nach neuen Ideen. Es sollte eine lange Suche werden, denn die Veranstaltung näherte sich dem Thema Content in seiner allgemeinsten Form. Das spiegelte sich in den Ausstellern und den Vorträgen wider. Jeder Blog Post, Tweet, sämtliche Corporate Website-Texte, Fotos etc. lassen sich unter dem Buzz-Word Content subsumieren und sollten nicht unerwähnt bleiben. Völlig zu recht, doch in der Folge war das Angebot im Bereich Bewegtbild nur eines von vielen und daher sehr begrenzt. Statt der erhofften detaillierten Informationen und Auseinandersetzungen mit Themen wie „Corporate Video“ und zeitgemäßes „Storytelling im Youtube Zeitalter“ gab’s eben nur von allem ein bisschen.

Mein Fazit: Von einer Messe, die sich so allgemein mit Content befasst, sind bestenfalls Impulse zu erwarten. Wer aber nicht nur an der Oberfläche kratzen möchte, sollte fernab der Messe das Gespräch mit Experten des jeweiligen Content-Formats suchen. Und dabei vor allem bereit sein, eine Frage klar zu beantworten: Wer ist meine Zielgruppe? Diese Frage entpuppte sich als Quintessenz über alle Contentformen hinweg.

Am Ende bekam ich dann doch noch einen Impuls: Ein Referent rief mir „Content Recycling“ in Erinnerung. Mal wieder alte Themen ausgraben und beleuchten, was sich zwischenzeitlich getan hat. So etwas lässt sich auch auf Filminhalte anwenden.