Tag: Corporate Video

18
Aug
2011

Update: Sie finden mich…

Ich hatte mich ja Ende Juli in unserem Corporate Video Journal mit dem Thema Präsenz im Social Web beschäftigt.

Mein Fazit von damals:  ein kleiner persönlicher Rückzug aus der „ich bin überall zu finden“- Haltung; hin zur beruflichen Variante: für Unternehmen macht Facebook durchaus Sinn.

budweiser-facebookUnd siehe da:

Facebook wird immer mehr ein Tummelplatz für Unterhaltung:  das erste Fußballspiel (Quelle: Focus Online) wird im Livestream übertragen. Wer machts möglich? Ein Sponsor – ein Unternehmen – eine starke Marke. Branded Entertainment eben.

Ich bin ehrlich gespannt, wie das nun von den Usern angenommen wird. Fußball ist für mich selbst kein Thema. Schon gar nicht am PC. Aber ich gehöre sicher nicht zur geplanten Zielgruppe dieses Live-Streams.

10
Aug
2011

YouTube und Corporate Videos: kein perfektes Paar

Es geht ganz schnell und passiert oft schon beim ersten Gespräch. Sobald ein Unternehmen erstmalig ein Video zu Marketing- oder Informationszwecken haben möchte, kommt eine besondere Frage immer wieder auf. Bevor die erste Zeile des Briefings oder Storyboards geschrieben ist: Wie stellen wir den Film online – auf YouTube? Die Stirn steht in Falten, die Augen sind weit auf: die Erwartung einer schnellen, klaren Antwort steht ins Gesicht geschrieben.

corporatevideohostingTut mir leid, große Enttäuschung: eine einfache Antwort gibt es nicht. Aber eine Kurzfassung.
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21
Jul
2011

Von Drehplänen und Perlhuhneiern

Der Drehort exotisch, die Kalkulation eng, die Vorfreude riesig!

Im Rahmen eines umfangreichen Corporate Video Projektes bin ich, zusammen mit meiner Produktionskoordinatorin Kathrin, entsandt worden – nach Ghana, Westafrika.

Interviews führen, Footage drehen, mit dem Kamerateam auf engstem Raum neun Tage lang unterwegs sein – Soviel war schon vor der Reise klar.

Der deutsche Drehplan durchgestylt, die Budgets bewilligt, die Reisen gebucht, das Team gebrieft, flogen wir voller Eifer gen Süden.

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14
Jul
2011

Wenn Kunden mit Video Marke machen.

florian-juni-11shutterstock_71065159-300x267Manchmal trifft man auf Meinungen und Darstellungen in anderen Blogs, die einem selbst besser zu formulieren nicht gelungen wären und die vor allem die eigene Gemütslage treffend beschreiben. Die Produktion von Corporate Videos ist schon lange nicht mehr nur fürs Intranet der Unternehmen konzipiert. Mit dem bewegten Bild werden Emotionen transportiert, die die Marke positiv (aber auch negativ) aufladen können.

Der one-way-Ansatz: ich Unternehmensfilm, Du feedbackloser Zuschauer funktioniert im Web 2.0 eben auch nur noch bedingt – bzw. je Branche gar nicht mehr.
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12
Jul
2011

Die Kaffeetasse lebt.

Continuity… Da trinkt doch ein Hauptdarsteller Kaffee im Film – steht im Skript. Er holt sich die Tasse, geht dabei aus dem Bild, kommt mit Kaffeetasse wieder rein. Er setzt sich hin und nimmt ein Schlückchen.

Der Kameramann dreht diese Szene in drei verschiedenen Einstellungen:

KaffeetasseTotale: wir sehen das ganze Zimmer mit Sofa, Tisch und Person. Die Kaffeetasse ist sehr klein zu sehen. Dann springen wir näher an die Situation heran. Nun sehen wir nur noch das Sofa und den Hauptdarsteller, die Kaffeetasse ist gut zu erkennen. Ganz am Schluss drehen wir das ganze Close, heißt, wir sind sehr nah dran, sehen nur noch den Hauptdarsteller bis zur Brust, besagte Kaffeetasse schön groß im Bild.

Auf vieles wurde geachtet, wie z.B. warmes Licht. Die Szene spielt angeblich um 16 Uhr, dabei drehten wir um 10 Uhr morgens. Keiner der Filmcrewmitglieder warf Schatten trotz der vielen Scheinwerfer. Der Original-Ton war auch gut und die Mimik des Darstellers in allen drei Einstellungen ähnlich passend.

Und doch stolperten wir dann über die wichtigen Kleinigkeiten am Set, die aber auch einen Film prägen. Weiterlesen …

20
Jun
2011

Aber bitte mit xSAN!

„Der Schnitt ist die zweite Geburt des Filmes“, ist eine alte Weisheit der Filmemacher.

Heute nimmt er nicht nur bei Corporate Video einen immer wichtigeren Platz beim Filmemachen ein: Der moderne, computergestützte Schneideraum ist oft Kopierwerk, Überspielservice, Schnitt- und Tonstudio in einem.

Denn wir müssen im Schnitt immer flexibler werden, was die Technik angeht. Konnte man sich früher auf ein Format, nämlich DigiBeta und Betacam SP, einschießen, so tut sich heute ein bunter Strauß an Formaten und Datenträgern auf: XDCAM HD auf Discs und SxS-Karten, MOV-Filme auf CF-Karten, AVCHD und Vieles mehr auf SD-Karten, tragbaren Festplatten und, und, und…

Letztendlich landet alles auf unseren Schnittrechnern. In der Vergangenheit waren diese im Grunde Einzelplatz-Systeme: Je ein Mac-Rechner mit einem Festplatten-Array. Schön groß sollten dieser Plattenspeicher sein, denn wir drehen für unsere Kunden nicht nur viel Material, sondern müssen es auch lange aufbewahren. Hier greift nämlich Murphys Gesetz über Corporate Video: Ein Corporate-Video-Projekt hat niemals „final“ Status!

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15
Jun
2011

Flip Cam und Co: Mini Camcorder bereichern Unternehmensfilme.

Man könnte diesen Aflip-ultra-hdrtikel auch „The Rise and Fall of the Flip Cam“ betiteln. Denn ähnlich schnell, wie sich Cisco im Frühjahr diesen Jahres von seiner erst vor zwei Jahren (für viel Geld) erworbenen Kamerasparte verabschiedete, setzt sich bei Unternehmen die Erkenntnis durch, dass Consumer-(HD!)-Videorecorder im Unternehmensumfeld nur sehr spezielles – und damit nur zum Teil geeignetes – Material liefern können:

Die Stärke dieser kleinen Wundergeräte liegt aus meiner Sicht einzig in der Tatsache begründet, dass man quasi unbemerkt damit schießen kann. Aktuelle Ereignisse spontan aus der Mitte des Geschehens festzuhalten: das ist die Domäne von Flip Cam und Konsorten. Der gezielte Einsatz dergestalt eingefangenen Bild- und Tonmaterials als Bestandteil eines Corporate Videos schafft Authentizität und Glaubwürdigkeit.

Flip Cam, iPhone und Co. eignen sich also durchaus für den Einsatz im Corporate-Video-Umfeld – als Quellen für Teilstücke eines Unternehmensfilms, niemals aber als alleiniges Produktionsequipment. Denn die Abstriche an Bild- und Tonqualität bei Verwendung dieser Kameras sind massiv: Bedingt durch den fehlenden Bildstabilisator, das geringe Eigengewicht und den Verzicht eines Statives (bei dem der Stativkopf dreimal größer wäre als die eigentliche Kamera!) sind längere wackelfreie Takes unmöglich. Ein weiterer großer Nachteil: Die eingebauten Mikrofone taugen nicht für Interviews, Anschlussmöglichkeiten für professionelle Mikros gibt es in der Regel nicht.

Sobald man aber mit Stativ oder irgendwie doch mit externem Mikro arbeitet (und das tut man immer, wenn man professionelle Ergebnisse benötigt) sind die Vorteile von Flip und Co wieder dahin: Man kann nicht mehr unbemerkt und mittendrin filmen.

Mini Camcorder ergänzen die Möglichkeiten, emotionales, authentisches und vor allem spontan gedrehtes Videomaterial herzustellen auf einzigartige Weise. Zum kompletten Ersatz professioneller Video-Teams taugen die Minikameras allerdings nicht.